| TIEFDRUCK | KUPFERSTICH KALTNADEL RADIERUNG AQUATI NTA PINSELÄTZUNG CARBORUNDUM- VERFAHREN |
VERNIS MOU MEZZOTINTO ZUCKERTUSCH UMDRUCKEN RELIEFDRUCK MATERIALDRUCK FOTORADIERUNG |
l | AUSSPRENG- VERFAHREN ABLÖSE- VERFAHREN HELIOGRAVURE TIEFDRUCK IMAGE-ON |
l | TIEFDRUCK | ADFF2F |
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| Mathias Gentinetta Eglistrasse 8 8004 Zürich 044 492 19 73 |
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Druckerei Hier hast Du die Möglichkeit, kleinere oder grössere Auflagen zu drucken oder in Auftrag zu geben, und unter fachlicher Leitung die verschiedenen Techniken des Kupferdrucks zu erproben. Du kannst aber auch die Werkstatt allein benutzen, um deine Projekte zu realisieren. Die Werkstatt bietet die gesamte Infrastruktur an für alle Techniken des Kupferdrucks, sowie für die Fototechniken Heliogravüre und Fotoradierung: 3 Druckpressen (Brunner 70, Breisch 42, Breisch 80), Dunkelkammer mit Fotovergrösserer, Kontaktbox, Reprokamera etc. Druckaufträge werden mit grosser Sorgfalt ausgeführt. |
![]() Foto: Stefanie Eins |
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| RENDEZ-VOUS: MATHIAS GENTINETTA, KUPFERDRUCKER DRUCKKÜNSTLER züritipp 04.05.2005; Seite 7 |
Seine Arbeit ist so spannend, weil sie unberechenbar ist. Mathias Gentinetta ist einer der wenigen Kupferstecher und -drucker in Zürich. Von Christoph Schuler Die Eglistrasse, gleich hinter dem Hardplatz, liegt zwar immer noch im Kreis 4, allerdings längst nicht mehr in dessen aufregendem Teil. Diesseits der Geleise, in einem unauffällig renovierten Fabrikgebäude, arbeitet im überraschend hellen Souterrain der Kupferdrucker Mathias Gentinetta. Betritt man den gut hundert Quadratmeter grossen Raum, umfängt einen gleich dieser wunderbar angenehme, ja appetitliche Geruch nach warmem Leinöl, der allen Druckereien der Welt eigen ist. Immer weniger Drucker leisten sich den Luxus, sich ausschliesslich mit den edelsten Aspekten ihrer Kunst zu beschäftigen, also keine Massenware in Grossauflagen zu produzieren, sondern - meist von Künstlern gestaltete - Vorlagen erst auf Metallplatte und anschliessend, Blatt um Blatt, auf Papierbogen zu übertragen. Der grösste Teil dieser Arbeiten wird von Hand ausgeführt, bis hin zum eigentlichen Druckvorgang, bei dem das auf Metallwalzen aufgezogene Papier mittels Speichenrädern, wie man sie sonst auf Kommandobrücken von grösseren Schiffen findet, über die eingefärbte Kupferplatte gerollt wird. Gentinettas Werkstatt verfügt über die gesamte Infrastruktur, die diese Technik verlangt: Dunkelkammer, Reprokamera, Ätzraum, Arbeitstische, eine Esse, Blechscheren; alles dominiert von den blitzblanken Druckerpressen - sie hören auf so unspektakulär nüchterne Namen wie Breisch 42, 80 oder Brunner 70. Auf Regalen und in Schubladen stapeln sich Kupferplatten, Werkzeuge, hochwertige Papierbögen berühmter Firmen wie Arches oder Hahnemühle. EINE ART MEDITATION Gentinetta interessierte sich schon immer für Malerei und Fotografie, absolvierte einst den Vorkurs an der damaligen Kunstgewerbeschule Luzern, besuchte dann die F&F-Schule in Zürich und arbeitete eine Weile als archäologischer Zeichner, bevor er sich ganz der Drucktechnik zu widmen begann. Hört man ihn über die Vorzüge abgestufter Halbtonätzungen reden, die Materialität von Kaltnadel und Carborundum, die unterschiedliche Eleganz radierter oder gestochener Linien, versteht man - als Laie auf diesem Gebiet - erst einmal gar nichts, begreift aber schnell, dass sich Gentinetta mit Leib und Seele dem Metier verschrieben hat; dass hier einer ist, der sich gerne die Hände schmutzig macht, solange es sich beim Schmutz um beste Druckfarben handelt. Farben, mit denen er nicht nur die Werke befreundeter Künstler druckt, sondern auch seine eigenen, mit denen er schon an vielen Ausstellungen vertreten war. Kann man davon leben? Nicht wirklich, meint Gentinetta, auch wenn er in letzter Zeit vermehrt um Kurse angefragt wird und hin und wieder gar die Möglichkeit hat, sein Wissen an Kunstschulen zu vermitteln. «Zum Glück brauche ich nicht viel zum Leben», sagt er lächelnd und fügt dann an, etwas mehr Geld - vor allem für Bücher oder für die neue Druckerpresse, die er sich anschaffen will - hätte er manchmal schon gerne zur Verfügung. Als Nebenverdienst arbeitet er tageweise in einer «normalen» Druckerei, doch ausschliesslich dort beschäftigt zu sein, wäre ihm viel zu langweilig. «Kupferstechen und -drucken ist so spannend, weil es nicht wirklich berechenbar ist. Für mich ist es eine Art Meditation.» |
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